Naturpark Oberer Bayerischer Wald

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Die heimische Tier- und Pflanzenwelt

bietet eine Vielzahl an Arten und Raritäten, die es gilt zu bewahren und zu schützen.



Luchs_LohbergDer Luchs (Lynx lynx), auf leisen Sohlen hat er sich angeschlichen und ist wieder heimisch geworden. Er nutzt alte Bäume und Felsplätze, um dort den Tag zu verbringen. Gut getarnt um nicht gesehen zu werden, aber selber alles im Blick zu haben. Im Volksmund hat er den Namen Pinselohr, was man aber selten sehen kann (das Ohr) da er als Einzelgänger im Bayerischen Wald die für ihn nötigen großen zusammenhängenden Waldgebiete vorfindet. Das Luchsprojekt Bayern und das bayerisch-tschechische Trans-Lynx-Project veröffentlichen viele aktuelle Informationen rund um den streng geschützten Luchs.






KreuzotterDie Kreuzotter (Vipera berus) ist die einzige in der Region beheimatete Giftschlange, deren Biss nicht tödlich, aber schmerzhaft ist. Ihr Hauptvorkommen hat sie im Tal des Weißen Regen, sowie im westlichen Landkreis Cham zwischen Roding und Neubäu. Sehr auffallend ist ihre schwarze Schwester, die daher auch Höllenotter genannt wird.
Die gemeinsam von Naturpark und LBV-Kreisgruppe erarbeitete Broschüre über einheimische Schlangen können sie hier herunterladen:
"Wo die Höllenotter wohnt"  NP-Kreuzotterbroschüre 


Fischotter Lohberg 4Der Fischotter (Lutra lutra) braucht saubere Flüsse und Bäche mit reichlichhaltigem Nahrungsangebot und einer dichten Ufervegetation. Diese Lebensbedingungen findet er in Ostbayern auch am Regen und der Schwarzach. Da er dämmerungs- und nachtaktiv ist, bekommt man diese flinke und scheue Tierart nur selten zu Gesicht.  











NP-AuerhahnVojtechDas Auerhuhn (Tetrao urogallus), unser größtes heimische Waldhuhn, ist dank eineslangjährigen Auswilderungsprojektes wieder im Naturpark Oberer Bayerischer Wald anzutreffen. Sein bevorzugter Lebensraum sind alte, lichte Nadelwälder mit einer reichen Bodenvegetation aus Heidel-, Preisel- und Rauschbeeren. Dieses Beeren bilden einen wesentlichen Teil seiner Sommernahrung. Das Auerwild ist besonders empfindlich bei Störungen im Winter. Denn für die Flucht braucht es enorme Energie, die es nicht wieder durch die karge Nahrung in den Hochlagenwäldern (Nadeln und Knospen), ausgleichen kann. Daher ist es wichtig im Winter die markierten Wege, Loipen und Pisten nicht zu verlassen.





NP-FlussperlmuschelDie Flußperlmuschel (Margaritifera margaritifera) braucht sehr saubere Gewässer und Bachforellen für ihre Vermehrung. Früher fanden sich in vielen Bächen im Naturpark Flußperlmuscheln, inzwischen sind sie auf der roten Liste. In einem Projekt des Naturparkes wird versucht sie wieder anzusiedeln.









NP-Sonnentau
Der Sonnentau (Drosera rotundifolia) ist eine Pflanze der nährstoffarmen Moore und Moorwälder. Er ist stark gefährdet und kommt im Naturpark nur an einigen Stellen in moorigen Gebieten vor.  Die Blätter sind jeweils mit rund 200 haarfeinen rötlichen Tentakeln besetzt, die an ihrem Ende ein klebriges Sekret ausscheiden. Diese Sekrettropfen glitzern wie Tautropfen, daher auch der Name, dienen aber zum Fang von Insekten. Werden größer Insekten, wie Schmetterlinge oder Libellen gefangen, so sind mehrere Blätter daran beteiligt.





NP-Gamsbartbinse

Die  Dreiblatt-Binse (Juncus trifidus) ist ein Kältezeiger und kommt nur in den Höhenlagen des Naturparkes vor, auf Grund ihrer Wuchsform wird sie auch Gamsbartbinse genannt.









Ungarischer Enzian_Arbergipfel



Der Ungarischer Enzian (Gentiana pannonica Scop.) oder auch Ostalpen Enzian hat am Großen Arber seinen einzigen Standort außerhalb der Arlpen.










NP_RollfarnDer krause Rollfarn (Cryptogramma crispa) ist eine wahre Rarität! Er besiedelt Blockhalden und Felsen aus Urgestein und bildet dicht stehende Büschel. Kletterer und Sammler haben die Bestände in den letzten Jahrzehnten stark dezimiert. Heute gibt es nur noch zwölf Standorte in Deutschlandund von denen acht im Bayerischen Wald liegen. Damit hat der Naturpark eine besondere Verantwortung für den Erhalt dieser Art. Sicherungsmaßnahmen werden über ein Kletterkonzept umgesetzt.






Keulenbärlapp




Keulenbärlapp (Lycopodium davatum) ist eine typische Bergpflanze, seine Sporen, bzw. die seiner Verwandten werden gern von Feuerspuckern verwendet, da sich damit enorme Feuerbälle erzeugen lassen. Der Keulenbärlapp befindet sich auf der Roten Liste.




NP-Hollunderknabenkraut


Das Holunderknabenkraut (Dactylorhiza sambucina) dessen Blüten schwach nach Holunder riechen, gibt es nur noch an ganz wenigen Stellen im Naturpark. Die Blüten sind hellgelb bis leuchtend gelb oder orange- bis purpurrot gefärbt, die Lippenmitte jedoch immer mit dunkelroten Punkten versehen.