Naturpark Oberer Bayerischer Wald

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Naturschutzgebiet Neubäuer Weiher

NP-NeubäuerWeiher

Seit 1992 ist ein Teil des Naubäuer Weiher als Naturschutzgebiet ausgewiesen, es hat eine Größe von 34 Hektar und umfasst die nördlichen Falchwasserzonen und das Ostufer des Weihers sowie die angrenzenden Waldfläche. Von besonderer Qualität sind die Verlandungsbereiche und der anschließende Moorkieferwald. Der Neubäuer Weiher gehört zum europaweiten Biotopnetz Natura 2000. Weitere Informationen zu diesem europaweiten Projekt finden sie unter http://www.bfn.de/0316_natura2000.html

Warum ist der Neubäuer Weiher so besonders?
Der Neubäuer Weiher gehört zu dem in Bayern sehr seltenen Typ eines nährstoffarmen Weihers mit einer sehr seltenen Teichbodenvegetation.
Außerdem findet man am Neubäuer Weiher noch vollständig ausgebildete Übergänge von der Wasserfläche über Verlandungszonen bis hin zu den typischen Flechten- und Moorkiefernwälder. Besonders im Norden sind die Schwingrasenmoore und Übergangsmoore Lebensraum für zahlreiche gefährdete Pflanzenarten.

Pionier auf extremen Standorten
 ....Waldkiefer-

Die Waldkiefer kann sowohl auf den trockenen Sandböden der Bodenwöhrer Bucht als auch in Moorbereichen wachsen.
Am Neubäuer Weiher finden wir beide Standorte auf engstem Raum.
Typisch für die Waldkiefer ist die im Kronenbereich sehr dünne, orangefarbene “Schilfrinde” und die langen immer zu zweit wachsenden Nadeln. Oft wird auch der Name Föhre für die Kiefer verwendet.
...und Zwergsträucher
Heidelbeeren, Rauschbeeren und Moosbeeren wachsen in den Kiefernwäldern des Naturschutzgebietes.

Spezialisten unter sich!
Das Naturschutzgebiet Neubäuer Weiher verbindet extreme natürliche Lebensräume: Wasserflächen, nasse Moore und Verlandungszonen und sehr trockene Waldböden.
Da sind sowohl bei den Pflanzen als auch bei den Tieren Spezialisten gefragt.

Der Wasserschlauch- ein geschickter Fallensteller
Der Wasserschlauch ist eine Pflanze, die ohne Wurzeln im Wasser treibt. Er kann bis zu 1m lange Sprossachsen bilden, an denen fein verästelte Blättchen wachsen. Dazwischen schwimmen die Fangbläschen, die mit einem Klappdeckel verschlossen sind.
Pumpt die Pflanze Wasser aus den Bläschen entsteht Unterdruck. Stößt nun ein Wassertierchen an die feinen Haare der Klappe, öffnet sich diese blitzartig nach innen und das Tierchen wird durch den Unterdruck nach Innen gesaugt. Nach dem Druckausgleich schließt sich die Klappe, und das gefangene Tier wird verdaut.
Im Neubäuer Weiher kommt der Mittlere und Kleine Wasserschlauch vor.

Und wer lebt noch im NSG Neubäuer Weiher?
Auf dem Neubäuer Weiher kann man auch Wasservögel beobachten. Neben Stockenten, Schwänen sind dies auch seltenere Arten, wie der Haubentaucher, der Schwarzhalstaucher oder die Schellente.
Im Sommer sind oft Scharen von kleinen Grasfröschen (Hüpferlinge) im Naturschutzgebiet unterwegs. Eine Besonderheit ist der Moorfrosch, dessen Männchen sich während der Paarungszeit blau färben.
Außerdem ist dieses Gebiet  

Rundwanderweg mit “Aussicht!

Sie können den Neubäuer Weiher am besten erkunden, in dem sie sich auf den meist gut ausgebauten Rundweg um den See begeben. Zwei Aussichts-Plattformen ermöglichen Ihnen den direkten Zugang zum See. Von dort können Sie einen Blick auf den ganzen Weiher werfen und Wasservögel, Frösche oder Libellen beobachten.
Bitte verlassen Sie im Naturschutzgebiet die Wege nicht, um die empfindliche Vegetation nicht unnötig zur zerstören.