Naturpark Oberer Bayerischer Wald

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Der Oberpfälzer und Bayerische Wald

Im Naturpark Oberer Bayerischer Wald stoßen zwei Mittelgebirgszüge aufeinander. Von der Cham-Further-Senke aus erstreckt sich der Hintere Oberpfälzer Wald nach Nord-Westen. Seine Granit- und Gneiskuppen erreichen Höhen von 700 bis 850m ü.NN. Im Süden schließt sich an den Oberpfälzer Wald der Hintere Bayerische Wald mit seinem höchsten Gipfel dem Arber (1456 m) an.

Beide Teile des alten Grundgebirges entstanden vor etwa 600 Millionen Jahren und glichen damals in ihrer Schroffheit und Höhe den Alpen. Bedingt durch die andauernde Verwitterung zeigen diese uralten Gebirgszüge heute die typischen abgerundeten Formen der Mittelgebirge.

Der Oberpfälzer Wald hat mit ca. 40 Prozent bewaldeter Fläche einen geringeren Waldanteil als der waldreichste Naturraum des Naturparks, der Bayerische Wald, mit über 60 Prozent. Gebildet werden die bewaldeten Kämme des Grenzgebirges hauptsächlich aus Buchen, Fichten und vereinzelten Tannen. In manchen Wäldern kann man heute noch die typischen Vegetationsstufen von Fichten-Auwäldern in frostgefährdeten Tieflagen über Bergmischwälder in mittleren Lagen bis hin zu den Fichtenwäldern in den Hochlagen erkennen. Ab 1000 m bis zur Baumgrenze bei ca. 1400 m überwiegen artenarme Fichtenwälder. Der Anteil der Buchen geht mit zunehmender Höhe zurück. In diesem Bereich gedeihen, begünstigt durch die hohen Niederschläge, zahlreiche Moose, Flechten und Farne. In den großen, zusammenhängenden Waldgebieten können sich störungsempfindliche Arten wie das Auerwild und der Schwarzstorch und Arten mit großen Flächenansprüchen wie der Luchsbehaupten. Das selbe gilt für den Fischotter, der hohe Ansprüche an die Qualität der Gewässer stellt.