Naturpark Oberer Bayerischer Wald

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Gebietsbetreuung im Naturpark Oberer Bayersicher Wald

Ein Einsatzschwerpunkt der Gebietsbetreuung im Naturpark Oberer Bayerischer Wald ist der Kleine Arbersee. Dieser Karsee entstand nach der letzten Eiszeit vor ca 10.000 Jahren. Sein ehemals sagenhafter Fischreichtum war wegen der Versauerung komplett verschwunden, doch in den letzten Jahren haben sich wieder Saiblinge angesiedelt, inzwischen sind sie immer wieder zu sehen. Seine "schwimmenden Inseln" sind jedoch einzigartig. Er ist daher seit 1959 als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

In der Ökoregion steht neben dem Arten- und Biotopschutz besonders Besucherlenkung- und Information im Vordergrund. Die Gebietsbetreuerin bietet dort schwerpunktmäßig Exkursionen und Projekttage in Absprache mit den Gemeinden an. Sie ist auch Ansprechpartnerin für Grundstücksbesitzer und informiert über Möglichkeiten der Landschaftspflege.

Jedes Jahr wird unter der Federführung der Gebietsbetreuerin ein Jahresprogramm mit interessanten Angeboten rund um die Natur zusammengestellt und als Heft herausgebracht, das in allen Gemeinden und Tourist-Infos und beim Naturpark direkt zu bekommen ist. Es beinhaltet sowohl eigene Angebote der Gebietsbetreuerin als auch Angebote von Naturschutzvereinen oder Landschaftsführern.

Die Stelle der Gebietsbetreuung wird zur Zeit von Dipl.-Ing. (FH) Anette Lafaire betreut.


Anetteselber      

Hinweis:
Die Stelle des "Gebietsbetreuers des Naturpark Oberer Bayerischer Wald" ist gefördert von der Stiftung Bayerischer Naturschutzfonds aus Zweckerträgen der Glücksspirale.

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Gebietsbetreuer in Bayern

Im Jahr 2003 wurden die ersten Gebietsbetreuer in Bayern etabliert, inzwischen ist ihre Zahl auf 35 angewachsen. Sie werden in verschiedensten bayerischen Gebieten eingesetzt, die aufgrund ihrer Naturausstattung und Großräumigkeit wichtige Bausteine im landesweiten Biotopverbund BayernNetz Natur bilden. Zu diesen Gebieten gehören zum Beispiel das Europareservat Unterer Inn, die Weltenburger Enge, die oberer Isar und das Karwendel, der Bodensee mit Hinterland um nur einige zu nennen, dazu gehört auch der Naturpark Oberer Bayerischer Wald. 

Gebietsbetreuer haben alle eine naturwissenschaftliche, zum Teil auch pädagogische Fachhochschul- oder Universitätsausbildung in den Bereichen Biologie, Geografie, Forstwirtschaft/-wissenschaft, Argrarwirtschaft, Landschaftspflege und noch einige mehr. Allen gemein ist ihre Herkunft aus einem grünen Beruf. Ihr Aufgabenfeld ist sehr weit gespannt. Es reicht von der Öffentlichkeitsarbeit, insbesonder verfassen von Zeitungsberichten und Informationsbroschüren, aber auch die Konzipierung von Ausstellungen oder die Erstellung von Lehrpfaden. Da ihre Gebiete oft durch die landschaftliche Attraktivität ein großes Besucheraufkommen hat, sind sie auch bei der Errichtung von Besucherlenkungsmaßnahmen gefragt, so dass Einheimische und Touristen die Schönheiten bewundern können, ohne sie aus Versehen zu zerstören.

Darüber hinaus veranstalten sie immer wieder Führungen in ihren Gebieten, um die Einzigartigkeit zu vermitteln und dadurch das Verständnis für den Erhalt der Naturschätze zu wecken. Viele Schulen nutzen das Angebot der Lehrplan begleitenden Führungen oder führen Projekttage gemeinsam mit dem Gebietsbetreuer durch.  

Träger der Gebietsbetreuerstellen sind Naturschutzverbände, Naturparke, Vereine oder Kommunen. Sie werden vom Bayerischen Naturschutzfonds und vom Europäischen Sozialfonds finanziell unterstützt. Die höheren Naturschutzbehörden an den jeweiligen Bezirksregierungen begleiten die Gebietsbetreuer naturschutzfachlich und organisatorisch. Zusammen mit der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege fördern sie zudem den Erfahrungsaustausch.

Weitere Informationen zur Gebietsbetreuung in Bayern gibt es hier www.stmug.bayern.de

gebietsbetreuer


 

Aufgabenschwerpunkte der Gebietsbetreuung allgemein

- Information und Aufklärung der Bevölkerung
- Öffentlichkeitsarbeit zu allen Themen des Naturschutzes und der Landschaftspflege
- Umweltbildung für Erwachsene und Kinder
- Betreuung von Schutzgebieten
- Beobachtungen / Bestandkontrollen der Tier- und Pflanzenwelt
- Besucherlenkung
- Vermittlung bei Konflikten zwischen Naturschutz und Naturnutzungen
- Zusammenarbeit mit Fachbehörden, Verbänden, Bürgerarbeitskreisen, Tourismus etc.                                                                   

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